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SEO-News

llms.txt: Viel Hype, null Wirkung – die Realität im SEO-Alltag

7. August 2025 SEO-News
llms.txt: Viel Hype, null Wirkung – die Realität im SEO-Alltag

💭 Woher kommt der Hype um llms.txt?

Eine vermeintlich smarte KI-Lösung – die SEO-Welt greift zu schnell zu.

llms.txt wurde Ende 2024 von Jeremy Howard vorgeschlagen. Die Grundidee: Man legt eine Datei ins Root-Verzeichnis seiner Website, in der strukturierte, kuratierte Inhalte verlinkt sind – damit LLMs wie ChatGPT genau wissen, wo sie hochwertigen Content finden. Im Prinzip eine Art „Sitemap für KI“.
Das Problem: Die Idee verbreitete sich extrem schnell, wurde von vielen "KI-SEO-Beratern" sofort zum neuen Muss erklärt – ohne jede echte Beweislage, dass große Sprachmodelle diese Datei wirklich verwenden.

📢 Was sagt Google klar und deutlich dazu?

Google lehnt llms.txt ausdrücklich ab – mit Begründung.

Gary Illyes von Google hat mehrfach klargemacht, dass Google weder llms.txt verwendet noch dies in Zukunft plant. John Mueller hat ergänzend bestätigt, dass kein einziger AI-Crawler derzeit aktiv auf llms.txt setzt. Diese Aussagen sind unmissverständlich und lassen keinen Interpretationsspielraum. Trotzdem kursieren auf LinkedIn oder in Konferenz-Slides weiterhin Aussagen, man solle die Datei „jetzt schon“ einbauen – das ist schlicht nicht fundiert.

📊 Was zeigen meine Logfiles – und was sagen andere?

In meinen Kundenprojekten: kein einziger Abruf durch ChatGPT & Co.

Ich habe die Server-Logfiles mehrerer Kundenprojekte ausgewertet – auch bei Domains mit vielen monatlicher Zugriffe. Das Ergebnis ist eindeutig: Weder ChatGPT, noch Gemini, oder andere LLMs rufen die llms.txt-Datei ab. Es gibt keinerlei Crawling-Spuren oder Requests in den Logs.

Gleichzeitig existieren im Netz vereinzelte Hinweise, dass ChatGPT in sehr seltenen Fällen doch mal auf eine llms.txt-Datei zugegriffen habe – etwa auf KI-spezialisierten Seiten oder bei gezielten Tests. Diese Beobachtungen sind jedoch rein anekdotisch, nicht systematisch belegbar und decken sich nicht mit meiner praktischen Erfahrung.

Mein Fazit: Wer datengetrieben arbeitet, erkennt: llms.txt spielt derzeit praktisch keine Rolle in der realen Anwendung.

🛠️ Warum ist llms.txt aktuell reine Zeitverschwendung?

Aufwand ja – aber kein nachweisbarer Nutzen.

Viele bauen llms.txt bereits ein, generieren Markdown-Versionen von Inhalten, pflegen diese Datei manuell oder mit Tools. Aber warum eigentlich, wenn keine Plattform damit arbeitet?

Diese Art von blindem Aktionismus sehe ich leider häufig, wenn neue Buzzwords im SEO-Kontext auftauchen. Dabei fehlt schlicht der ROI: Kein Impact auf Sichtbarkeit, kein Einfluss auf Rankings, kein Engagement durch KI-Systeme. Was bleibt, ist eine weitere Datei, die gepflegt werden muss – ohne echten Effekt. Und das ist aus meiner Sicht vergeudete Zeit.

📌 Was solltest du stattdessen konkret tun?

Schaffe Inhalte, die KI-Systeme zitieren können.

Wenn du dich für AI-SEO wirklich zukunftssicher aufstellen willst, dann konzentriere dich nicht auf Meta-Dateien, sondern auf zitierbare Inhalte. Damit meine ich:

  • Klare Fragen formulieren, die Nutzer (und KI-Systeme) suchen könnten

  • Präzise, strukturierte Antworten liefern – direkt unter der Frage

  • Faktenbasiert schreiben, keine vagen Floskeln oder Clickbait-Phrasen

  • Nicht zu viel Text, sondern prägnant, relevant und maschinenlesbar

  • Inhalte so strukturieren, dass ein KI-System sie leicht extrahieren und verwenden kann

So machst du es Sprachmodellen möglich, deine Inhalte wirklich zu verwenden – ganz ohne zusätzliche, ungenutzte Dateien wie llms.txt.

Du hast Fragen zu dem Thema? Melde dich gerne.